Mit diesen Tipps vermeidest du garantiert Plastik beim Einkaufen!

Zerowaste ist eine der großen Bewegungen gegen den Klimawandel. Leben ganz ohne Plastik. Klingt gar nicht so einfach. Ehrlich gesagt ist es das am Anfang auch nicht. Es gibt so viel zu beachten und erst mal zu wissen. Du wirst feststellen, dass Du Alternativen findest, die sich dann schnell als absolut umweltschädlich herausstellen. Zumindest ging es mir am Anfang so.

Schau Dir deinen Einkauf mal an, wenn Du nach Hause kommst. Du wirst feststellen, dass ein Drittel deines Einkaufs aus Plastik-Verpackung besteht. Hier kannst Du mit einfachen Mitteln richtig viel Müll sparen – und Geld.

Genau aus diesem Grund möchte ich Dir ein paar Tipps mit an die Hand geben, die es Dir erleichtern Plastik in deinem Einkauf zu vermeiden.

Mit diesen Vorbereitungen vermeidest Du garantiert Plastik-Verpackungen beim Einkaufen.

Schreib Dir einen Einkaufszettel

Ohne Einkaufszettel gehst Du in Zukunft nicht mehr einkaufen. Denn Vorbereitung ist alles! Und Du wirst sehen, dein Geldbeutel dankt es dir gleich noch mit. Denn Du wirst in Zukunft nicht nur weniger Verpackungsmüll mit nach Hause bringen. Du kaufst auch weniger an Dingen, die Du eigentlich nicht brauchst.

Informiere dich über Unverpackt-Läden und -Ecken in Deiner Nähe!

Mach dir ein Bild von der Umgebung. Wo kannst Du was kaufen? Gibt es Wochenmärkte in deiner Nähe? Hast Du einen unverpackt Laden oder einen Bio-Laden mit Unverpackt-Abteilung gleich um die Ecke. Falls nicht, erlaubt es Dein Supermarkt evtl., dass Du Wurst und Käse in Deine mitgebrachte Box packst. Das ist mittlerweile gar nicht mehr so ungewöhnlich. Frag mal nach.

Überarbeite Deine Einkaufsliste

Analysiere Deine Einkaufsliste und schreibe dir genau auf, wo Du was kaufen wirst. Bei vielen Läden kannst Du dich vorab auch schon online über das Sortiment informieren.

Was kannst du selber machen?

Kannst Du Produkte auf Deiner Liste selber machen? Meiner Meinung nach ist das ein echter Tipp für dich zum Sparen. Meistens ist selber machen nämlich sogar günstiger für dich und auf alle Fälle gesünder. Warum also Fertigpizza kaufen, wenn man sie doch so leicht selber machen kann. Warum nicht mal selbst Muffins backen statt Gummibärchen usw. kaufen. Oder wie wäre es mit selbst gebackenem Brot? Die Liste ist unendlich.

Taschen und Verpackungsboxen bereitstellen

Als Erstes packst Du dir einen Jutebeutel oder eine Papiertüte (oder was auch immer Du zuhause hast) in Deine Handtaschen. Ja genau, HandtaschEN. Denn erfahrungsgemäß hat man den Beutel immer in der Tasche, die man gerade nicht dabei hat. Und ich weiß auch, dass es in einem Haushalt immer mehrere dieser Exemplare rumliegen. Ich habe mittlerweile auch einen kleinen Beutel dabei, um Obst einpacken zu können. Bitte beachte aber, dass wir Du dich nun mal nicht grün konsumieren kannst. Also nur weil Du statt einer Plastiktüte eine Baumwolltasche gekauft hast, hast Du noch lange nichts Gutes getan. Denn wusstest Du, dass Du deine Baumwolltasche über 170-mal verwenden musst, um die Klimabilanz eine Plastiktüte zu übertreffen.

Diese Tricks helfen dir im Geschäft, Plastik zu vermeiden und richtig zu sparen.

Hinterfrage jedes Produkt

Mache nicht den Fehler und packe einfach alles wahllos in den Einkaufswagen. Frage dich bei jedem Produkt folgendes:

  • Brauche ich das wirklich?
  • Wenn ja, kann ich es selber machen?
  • Gibt es eine nachhaltigere Alternative dazu?

Du wirst sehen, dass ganz viel wieder in die Regale zurückwandert. Und vor allem sparst Du dabei richtig.

Kaufe Obst nur noch ohne Plastik-Verpackung

Bis Obst oder Gemüse reif ist, muss es ganz schön viel aushalten. Hitze, Kälte, Sturm und Regen. Also warum sollte es dann am Ende in Plastik verpackt verkauft werden? Zum Schutz? Ganz bestimmt nicht! Wohl eher um es zu portionieren und größere Mengen zu verkaufen. Ab sofort gilt für dich also der Grundsatz: Obst wird nur noch unverpackt gekauft. Wenn Du Obst nicht unverpackt kaufen kannst, suchst du dir eben eine andere Sorte aus. Papierverpackungen sind allerdings erst mal ok. Und wenn Du dir Obst schon nach Nachhaltigkeit aussuchst, kannst Du vielleicht auch gleich noch nach Herkunft auswählen. Je näher, desto besser. Am Ende wirst Du sehen, dass Du auch wirklich nur noch die Menge kaufst, die Du auch benötigst. Also wieder ein Punkt, bei dem Du Geld sparst.

Werfe einen letzten Blick in den Einkaufswagen: Aussortieren

Bevor Du wirklich zur Kasse gehst, schaust Du noch mal in den Wagen und überlegst, ob Du wirklich alle Produkte mitnehmen willst und auch brauchst. Sind Dinge unnötig verpackt, usw.? Also Aussortieren, falls notwendig.

ABER: Das hier ist tatsächlich der wichtigste Tipp, damit Du plastikfrei einkaufen lernst!

Nimm dir Zeit!

Es ist wie mit jeder Veränderung im Leben. Du brauchst einfach Zeit und Geduld, bis sie fest in Deinen Alltag integriert ist. Also mach nicht den Fehler, dass Du an einem Wochentag, 10 Minuten vor Ladenschluss einkaufen gehst. Das kannst Du machen, wenn Du wirklich sattelfest bist und genau weißt, wo Du welche Produkte einkaufen kannst. Nimm dir am Anfang einen freien Tag oder einen Samstagvormittag Zeit zum Einkaufen.

Fakt ist: Vorbereitung ist die Basis, damit Du plastikfrei einkaufen kannst. Bereite dich schon am Vorabend vor und schreib deine Einkaufsliste, wie oben beschrieben. So stellst Du sicher, dass Du gerade am Anfang nicht in diese „Ich-brauche-es-aber-jetzt-dringend“ Falle tippst.

Und ganz wichtig: Gestatte dir Fehler. Zerowaste ist ein Prozess. Es dauert eben, bis man viel darüber weiß. Mit der Zeit wirst Du auch Deine gewählten Alternativen noch mal durch neue, plastikfreie Dinge ersetzen, weil sie eben für dich nicht funktioniert haben. Macht nichts. Wichtig ist nur, dass Du dich damit auseinandersetzt. Mit diesem Ansatz bist Du schon viel weiter als so manch ein anderer.


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