Nachhaltige Vorsätze für 2020

Wir leben in einer Welt, in der wir permanent alle Möglichkeiten haben. Wenn wir nicht wollen, müssen wir auch auf nichts verzichten. Die Folgen von unserem Konsum sind erst einmal weit weg. Für uns in Europa sind sie meist auch nicht sichtbar. Allerdings haben wir gerade in Südafrika erlebt, wie es ist, wenn ein Land zu wenig Wasser und Strom hat. Da war das Problem plötzlich ganz nah und greifbar.

Aus Wasserhähnen kommt nur feiner Sprühnebel zum Händewaschen und nie war man sicher, ob der nächste Geldautomat überhaupt Strom hat. Wasser in der Dusche wird für die Toilettenspülung aufgefangen usw. Angekommen am Frankfurter Flughafen wollte ich mich auf der Toilette kurz umziehen. Da die Toilettenspülung mit Bewegungsmelder funktioniert, hat sie alleine während meiner Anwesenheit 5-mal nutzlos gespült. Was für eine paradoxe Welt.

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Aber es steht ein neues Jahr bevor und wir haben die Chance, 2020 noch nachhaltiger zu gestalten. Alleine kann man die Welt natürlich nicht retten. Aber du kannst Vorbild sein und andere mitziehen.

  • Festes Duschgel und Shampoo verwenden. Es funktioniert genauso gut und du sparst jede Menge Plastikverpackung.
  • Auf verpacktes Obst und Gemüse verzichten. Der Laden nebenan hat es vielleicht unverpackt und wenn nicht, gibt es meistens eine Alternative für dein Rezept.
  • Lebensmittelreste verbrauchen. Mache dir zur Angewohnheit, mindestens einmal in der Woche deine Reste zu überprüfen. Mache daraus ein Essen.
  • Mit dem Fahrrad zur Arbeit. Alles bis 10 km ist definitiv fahrbar.
  • Fleischkonsum reduzieren. Ganz musst du ja nicht verzichten. Aber achte dann wenigstens auf die Qualität und die kostet definitiv mehr als 2,49 €.
  • Second Hand einkaufen. Egal ob Kleidung, Möbel oder Sonstiges. Fast alles gibt es mittlerweile gebraucht und in fast neuem Zustand Second Hand.
  • Leitungswasser trinken und auf PET-Flaschen verzichten. Die Wasserqualität bei uns ist so gut, dass wir das Wasser einfach so trinken könne. Also warum erst in Plastik verpacken. Wer lieber Wasser mit Kohlensäure trinkt organisisert sich einen Soda Stream. Kommt auf dauer sowieso günstiger. (Gibt es übrigens auch gebraucht)
  • Auf Produkte mit Palmöl verzichten. Leider steckt Palmöl in so gut wie jedem Fertigprodukt. Aber mittlerweile gibt es gute Alternativen.
  • Auf To-Go Kaffeebecher verzichten und lieber wiederverwendbare oder eigenen nutzen. Mittlerweile gibt es auch genügend To-Go Pfandsysteme wie Recup.
  • Kaufe Gemüse saisonal ein und orientiere dich an einem Saisonkalender.
  • Reduziere deinen Kaffeekonsum. Kaffee braucht so viel Wasser, bis er angebaut ist und dann muss er auch erst noch zu uns transportiert werden. Das frisst verdammt viel CO2. Und zu viel Koffein ist sowieso nicht gesund.
  • Probiere Milchersatz wie zum Beispiel Hafer- oder Sojamilch. Hafermilch kann man übrigens auch ganz leicht selber machen. Hier gehts zu unserem Hafermilch-Rezept.
  • Stromverschwendung vermeiden und zu Ökostrom wechseln.
  • Wöchentlich E-Mails löschen bzw. von ungenutzten Newslettern abmelden. Digitale Medien benötigen mehr CO2 als wir denken. In diesem Artikel erklären wir, warum: So bist du nachhaltig online unterwegs.

Und, was sind deine Vorsätze für 2020?