Zerowaste-Starterkit

Einen plastikfreien Lebensstil zu finden ist überhaupt nicht so einfach. Wie auch wir, wirst du dich am Anfang fragen, wo du überhaupt anfängst. Ich wollte damals am liebsten losrennen und alles neu kaufen. Aber das ist ja nicht Sinn der Sache. Fange an mit einfachen Dingen und tausche sie nach und nach aus.

Damit du einen Anhaltspunkt hast, was du ganz einfach austauschen kannst, habe ich dir hier ein Zerowaste-Starterkit zusammen gesellt. Bevor ich gleich zu jedem Part ein wenig erzähle, stell ich euch erstmal den Inhalt vor. Und dieser besteht aus Folgendem:

Obst-Beutel aus Baumwolle

Ganz ehrlich, warum muss man Bananen für den kurzen Weg von der Obstabteilung zur Kasse in eine Plastiktüte packen? Ich werde es wohl in diesem Leben nicht mehr verstehen. Bei Beeren lasse ich noch mit mir reden. Aber auch da gibt es mittlerweile eigens Beutel dafür. Die Supermärkte verkaufen dir vor Ort Obstnetze. Das Problem: Diese sind auch wieder aus Plastik. Und ich zumindest will auch auf recyceltes Plastik verzichten. Die Beutel aus 100 % Baumwolle und plastikfrei findest du zum Beispiel bei Alnatura oder online hier.

Zahnbürste aus Holz & feste Zahnpasta

Tatsächlich waren Zahnpasta und Zahnbürste die beiden ersten Dinge, die wir ausgetauscht haben. Wir sind im Drogeriemarkt einfach darüber gestolpert und wollten die Zahnpastatabs mal ausprobieren. Unsere Zahnpasta ist mit Fluorid, weil mir der Zahnarzt damals geraten hat keine Zahnpasta ohne Fluorid zu verwenden. Die Diskussion um Fluorid ist aber tatsächlich riesig und jeder muss für sich selbst entscheiden, welche Variante er wählt. Ich kaufe meine Zahnbürste und die feste Zahnpasta im Drogeriemarkt oder online. Hier findest du meine Zahnbürste und die Zahpasta-Tabs

Festes Shampoo und festes Duschgel

Beim Duschgel bin ich schnell fündig geworden. Mittlerweile nutze ich ausschließlich die Produkte von Duschbrocken. Nach dem perfekten festen Shampoo habe ich länger gesucht. Grundsätzlich funktioniert mit einer sauren Rinse, als Ersatz für eine Spülung, jedes feste Shampoo. Zumindest für mich. Sobald ich diese weglasse fühlt es sich jedoch oft so an, als wären meine Haare fettig bzw. das Shampoo wurde nicht richtig ausgewaschen. Im Moment nutze ich den Shampoo-Bar von Santé und bin damit sehr zufrieden.

Rasierhobel

Zugegeben, man braucht dafür etwas Übung und Mut. Wirklich geschnitten haben wir uns nie. Aber man ist eben etwas vorsichtiger. Wenn man den Dreh dann aber mal raus hat, spart man sich Unmengen an Einwegrasierern und Rasierklingen. Hier gibt es den Rasierhobel zu kaufen.

Abschmink-Pads & feste Abschmink-Bars

Zu Beginn hatte ich einen Konjak-Schwamm zum Abschminken. Hat wunderbar funktioniert und kann ich weiterempfehlen. Allerdings hatte ich so viele Waschlappen zuhause, die nicht nur herumliegen lassen wollte. Zusätzlich verwende ich einen Abschmink-Bar von Lush mit dem Namen „Sleepy Face“. Diesen Tab oder den Bar reibt man über das Gesicht. Dabei schmilzt er und man kann anschließend die geschmolzene Schicht mit Wasser vom Gesicht abnehmen. Diese Art der Reinigung funktioniert wirklich gut und man hat danach auch gleich noch eine gepflegte Haut.

Edelstahl-Brotdose & Trinkflasche

Wahrscheinlich hat jeder Zuhause irgendeine Flasche oder eine Plastikbox. Deshalb finde ich, können diese Utensilien auch noch weiterhin verwendet werden. Aber es gibt eben auch Zerowastler, die überhaupt nichts mehr mit Plastik am Hut haben möchten. Und dann empfiehlt es sich schon, in eine gute Edelstahl-Brotdose und eine gute Trinkflasche zu investieren. Das hier ist zum Beispiel eine meiner Brotdosen und diese Trinkflasche kann ich empfehlen.

Wachstuch als Erstatz für Alufolie

Mittlerweile gibt es viele Anleitungen um Wachstücher zum Einwickeln von angebrochenen Lebensmitteln usw., selbst herzustellen. Wer nicht so der Basteltyp ist, kann aber auch auf fertige Produkte zurückgreifen. Einfach erklärt, ersetzt das Wachstuch die Alufolie und kann immer wieder verwendet werden. Von den Wachstüchern gibt es auch vegane Varianten. Wir haben allerdings dieses nicht vegane Wachstuch in mehreren Größen.

Vorratsdosen aus Glas

Glasbehälter zum Aufbewahren von Lebensmitteln sind sowieso immer sinnvoll. Anfangs haben wir jedes Glas ausgespült und aufgehoben. Aber du wirst schnell merken, dass dein Glasvorrat ins Unermessliche steigen wird. Wir handhaben es so, dass wir nur noch besondere Größen aufheben. Vor Jahren haben wir uns aber auch schon mal mit ganz großen Vorratsbehältern aus Glas ausgestattet.

Du wirst ganz schnell merken, dass man wahnsinnig viel selber machen kann. Aber auch, dass es sehr viele vermeintlich grüne Lösungen gibt, die sich hinterher als noch größere Umweltsünde herausstellen. Denke immer daran, dass Veränderungen Zeit brauchen. Wichtig ist erst einmal nur, dass du den Anfang gemacht hast. Alles andere gibt sich von ganz alleine.

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